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Jahr: 2017

Grünkohl

Grünkohl – Das facettenreiche Superfood aus dem Norden

Design Legend Eli Parker Celebrates His 80th Birthday

  • Die Griechen wussten damals schon was gut ist, denn dort findet der Grünkohl schon weit mehr als vor 2.000 Jahren seinen Ursprung. Was früher als Heilpflanze genutzt wurde, etablierte sich später zum „Arme-Leute-Essen“. Dieses schlechte Image musste der Grünkohl erst einmal wieder loswerden. Als er letztendlich von den Römern nach Italien gebracht wurde und sich von dort aus über ganz Europa verbreitete, legte er einen wahren Imagewandel hin.

    Saison, Geschmack und Aussehen des Grünkohls

    In Deutschland wird der Grünkohl vorzugsweise in Norddeutschland angebaut. Dabei erstreckt sich die Erntezeit von Oktober bis März. Der Grünkohl wird nach dem ersten Frost geerntet, denn dabei verlangsamen sich die Stoffwechselvorgänge im Grünkohl und dieser steigert seinen Zuckergehalt. Somit sorgt die Kälte für den typischen würzig-süßen Geschmack. Speziell die Norddeutschen zelebrieren die Kohlsaison mit einer Grünkohlfahrt und dem traditionellen Kohlessen. 1545 fand in Bremen der erste öffentliche Grünkohlschmaus statt. 

    So sollte der frische Grünkohl aussehen: große dunkelgrüne Blätter, die quietschen, wenn du sie aneinander reibst. Ist der Kohl aber eher gelblich oder grau verfärbt, solltest du ihn lieber nicht kaufen – dann liegt er wohl schon länger dort. Solltet Ihr den Grünkohl jedoch im Ofen backen, dann ist eine Verfärbung kein Grund zur Sorge.

    ,,Kale“ – die Vitaminbombe 

    Der Grünkohl ist arm an Kalorien und reich an gesunden Inhaltsstoffen. Er ist ein Spitzenreiter an Vitamin C, da er doppelt so viel wie Orangen oder Zitronen hat. Er wird nicht umsonst als heimisches Superfood bezeichnet. An seinen Inhaltsstoffen fällt auf, dass er ein wahrer Allrounder ist.

    Vitamin A 

    In Grünkohl steckt viel Vitamin A, was dazu beiträgt die Sehkraft zu kräftigen und Haut und Schleimhäute zu schützen. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle für das Wachstum der Knochen. Nach Möhren ist Grünkohl ein wichtiger Vitamin-A-Lieferant.

    Ballaststoffe

    Sie haben einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, wirken verdauungsfördernd und sättigend. Zudem binden die Ballaststoffe des Kohls die Gallensäure. Die Ballaststoffe des Kohls können also helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.

    Vitamin C

    Der Grünkohl ist reich an Vitamin C. Dieses stärkt unser Immunsystem, beugt Erkältungskrankheiten vor und erleichtert unsere Eisenzufuhr. 

    Eisen 

    Zusätzlich ist das Spurenelement Eisen reichlich im Grünkohl enthalten: 100 g Grünkohl enthalten genauso viel Eisen wie ein Glas Milch.

    Eiweiß 

    Unter allen Kohlsorten weist Grünkohl den höchsten Eiweißgehalt auf. Mit dem hohen Wert an essentiellen Aminosäuren hat diese Kohlsorte damit eine wichtige Bedeutung für die vegetarische und vegane Küche. Deshalb wird der Grünkohl gerne als “vegetarisches Rindfleisch“, der gesunden Alternative zu Fleisch bezeichnet.

    Folsäure 

    Das Vitamin B9, auch Folsäure genannt, ist vor allem in Grünkohl, Rosenkohl und in Kohlrabi in hohen Mengen enthalten. Es ist an der Zellteilung und Blutbildung im Körper beteiligt. Um eine ausreichende Menge an Folsäure zu gewährleisten, sollte Kohl öfter auf dem Speiseplan stehen. Gerade bei Schwangeren wirkt Grünkohl unterstützend.

    Vitamin K 

    Kohlpflanzen enthalten viel Vitamin K. Es spielt in unserem Körper für die Blutgerinnung eine zentrale Rolle. Der hohe Gehalt kann dadurch die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärken, was eine resultierende Steigerung der Blutgerinnung zur Folge hat.

    Kalium

    Mit 500 mg pro 100 g ist auch der Gehalt an Kalium im Grünkohl beachtlich. Kalium reguliert den Wasserhaushalt, sorgt für die Weiterleitung von Reizen und die anschließende Muskelbewegung. Außerdem spielt Kalium eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks. 

    Kalzium

    In Grünkohl alleine stecken 230 mg pro 100 g Kalzium. Das ist fast doppelt so viel, wie in der gleichen Menge Milch. Der Mineralstoff ist wichtig für starke Knochen und Zähne, für die Muskel- und Herztätigkeit und die Weiterleitung von Reizen an die Nerven.

     

     

    Frischen Grünkohl verarbeiten

    1. Die einzelnen Blätter vom Strunk entfernen und vorsichtig die Blätter von der mittleren Blattrippe abzupfen.
    2. Beschädigte oder verwelkte Blätter aussortieren.
    3. Die Grünkohlblätter gründlich unter laufendem Wasser waschen, da sich im Blatt viel Sand oder Schmutz verbergen kann.

    Welche Alternative zu frischem Grünkohl ist die Beste: Glas, Dose oder tiefgefroren? 

    Wenn es einmal schnell gehen muss, greift man natürlich als erstes zum Grünkohl aus dem Glas, der Dose oder zu tiefgefrorenem Grünkohl. Aber ist das eine echte Alternative zu frischem Grünkohl vom Wochenmarkt? 

    • Bei gefrorenem Grünkohl muss darauf geachtet werden, dass er schockgefroren wird, nur so bleiben die Nährstoffe erhalten
    • Kohl aus dem Glas oder Dose ist häufig etwas säuerlicher als frischer Kohl und enthält weniger Vitamin-C, als gefrorener 
    • Wenn ihr zu Grünkohl aus dem Glas greifen wollt, dann zu dem von Kühne oder Seidel, laut ndr-test schmecken die Sorten am Besten
    • Bei Grünkohl aus der Dose ist hingegen der Testsieger: Heinrich Lüders

    Wem die Vitamine wichtig sind, der greift lieber zu dem schockgefrorenen Grünkohl. Geschmacklich ist die Auswahl jedem selbst überlassen. Probiert es einfach aus.

     

    Bitterstoffe adé – Tipps zur schonenden Zubereitung

    Der Kohl muss schonend zubereitet werden, sonst gehen all die guten Inhaltsstoffe verloren. Einfach Gemüse in den Topf und Herd an, funktioniert nicht. 

    Das Blanchieren

    Der Grünkohl muss im Idealfall im Salzwasser blanchiert werden. Dabei bleiben die wichtigsten Vitamine enthalten. Als erstes die gezupften und gewaschenen Kohlblätter 2-4 min in köchelndem Salzwasser garen. Danach das Wasser abgießen, oder den Grünkohl mit einem Schaumlöffel aus dem Topf heben. Mit Eiswasser abschrecken und abtropfen lassen. So lösen sich die Bitterstoffe aus dem Kohl und die Vitamine bleiben erhalten. 

    Das Dämpfen

    Eine weitere schonende Zubereitungsart ist das Dämpfen. Wichtig ist dabei, dass das Gemüse nur im heißen Wasserdampf, ungefähr 25 Minuten, gart und nicht im Wasser selbst. Die Anschaffung eines Dampfgarers ist nicht notwendig. Ein gewöhnliches Sieb reicht vollkommen aus. Bei dieser Zubereitungsart bleiben ebenfalls die wichtigsten Vitamine und Nährstoffe erhalten.

     

    Grünkohl als Trendfood – so essen ihn die ,,Amis“

    Wir kennen den Grünkohl nur zur Winterzeit als matschigen, unattraktiven moosgrünen Haufen neben dem Braten. Aber in den USA wurde er schon länger als Superfood entdeckt. Die New York Times bezeichnete ihn als das „neue Trendfood“. Dabei hat er viel mehr Zubereitungsarten. In den USA schätzen sie, den sogenannten „kale“, als Saft oder Smoothie mit Gurke, Sellerie und Spinat. Eine weitere Alternative ist der ,,Kale-Salad“. Den Grünkohl könnt ihr ganz einfach roh in jedem Salat mit etwas Öl und Zitronensaft verarbeiten. 

    Außerdem werden von ernährungsbewussten Amerikanern die ,,Kale-Chips“ gerne als Ersatz zu Kartoffelchips, gegessen. Sie bestehen lediglich aus Grünkohl, Salz und Öl. Diese bei 150°C für 25 Minuten im Ofen backen und fertig ist der kleine Snack für zwischendurch. Für etwas mehr Pepp solltet ihr unbedingt Grünkohlchips mit Käse und Walnüssen versuchen, aber Achtung hier besteht Suchtgefahr! Probiert es aus und überzeugt euch selber vom Superfood Grünkohl.

     

     


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Grünkohl, Healthyfood, kale, Kalechips, Superfood

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  • Die Griechen wussten damals schon was gut ist, denn dort findet der Grünkohl schon weit mehr als vor 2.000 Jahren seinen Ursprung. Was früher als Heilpflanze genutzt wurde, etablierte sich später zum „Arme-Leute-Essen“. Dieses schlechte Image musste der Grünkohl erst einmal wieder loswerden. Als er letztendlich von den Römern nach Italien gebracht wurde und sich von dort aus über ganz Europa verbreitete, legte er einen wahren Imagewandel hin.

    Saison, Geschmack und Aussehen des Grünkohls

    In Deutschland wird der Grünkohl vorzugsweise in Norddeutschland angebaut. Dabei erstreckt sich die Erntezeit von Oktober bis März. Der Grünkohl wird nach dem ersten Frost geerntet, denn dabei verlangsamen sich die Stoffwechselvorgänge im Grünkohl und dieser steigert seinen Zuckergehalt. Somit sorgt die Kälte für den typischen würzig-süßen Geschmack. Speziell die Norddeutschen zelebrieren die Kohlsaison mit einer Grünkohlfahrt und dem traditionellen Kohlessen. 1545 fand in Bremen der erste öffentliche Grünkohlschmaus statt. 

    So sollte der frische Grünkohl aussehen: große dunkelgrüne Blätter, die quietschen, wenn du sie aneinander reibst. Ist der Kohl aber eher gelblich oder grau verfärbt, solltest du ihn lieber nicht kaufen – dann liegt er wohl schon länger dort. Solltet Ihr den Grünkohl jedoch im Ofen backen, dann ist eine Verfärbung kein Grund zur Sorge.

    ,,Kale“ – die Vitaminbombe 

    Der Grünkohl ist arm an Kalorien und reich an gesunden Inhaltsstoffen. Er ist ein Spitzenreiter an Vitamin C, da er doppelt so viel wie Orangen oder Zitronen hat. Er wird nicht umsonst als heimisches Superfood bezeichnet. An seinen Inhaltsstoffen fällt auf, dass er ein wahrer Allrounder ist.

    Vitamin A 

    In Grünkohl steckt viel Vitamin A, was dazu beiträgt die Sehkraft zu kräftigen und Haut und Schleimhäute zu schützen. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle für das Wachstum der Knochen. Nach Möhren ist Grünkohl ein wichtiger Vitamin-A-Lieferant.

    Ballaststoffe

    Sie haben einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, wirken verdauungsfördernd und sättigend. Zudem binden die Ballaststoffe des Kohls die Gallensäure. Die Ballaststoffe des Kohls können also helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.

    Vitamin C

    Der Grünkohl ist reich an Vitamin C. Dieses stärkt unser Immunsystem, beugt Erkältungskrankheiten vor und erleichtert unsere Eisenzufuhr. 

    Eisen 

    Zusätzlich ist das Spurenelement Eisen reichlich im Grünkohl enthalten: 100 g Grünkohl enthalten genauso viel Eisen wie ein Glas Milch.

    Eiweiß 

    Unter allen Kohlsorten weist Grünkohl den höchsten Eiweißgehalt auf. Mit dem hohen Wert an essentiellen Aminosäuren hat diese Kohlsorte damit eine wichtige Bedeutung für die vegetarische und vegane Küche. Deshalb wird der Grünkohl gerne als “vegetarisches Rindfleisch“, der gesunden Alternative zu Fleisch bezeichnet.

    Folsäure 

    Das Vitamin B9, auch Folsäure genannt, ist vor allem in Grünkohl, Rosenkohl und in Kohlrabi in hohen Mengen enthalten. Es ist an der Zellteilung und Blutbildung im Körper beteiligt. Um eine ausreichende Menge an Folsäure zu gewährleisten, sollte Kohl öfter auf dem Speiseplan stehen. Gerade bei Schwangeren wirkt Grünkohl unterstützend.

    Vitamin K 

    Kohlpflanzen enthalten viel Vitamin K. Es spielt in unserem Körper für die Blutgerinnung eine zentrale Rolle. Der hohe Gehalt kann dadurch die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärken, was eine resultierende Steigerung der Blutgerinnung zur Folge hat.

    Kalium

    Mit 500 mg pro 100 g ist auch der Gehalt an Kalium im Grünkohl beachtlich. Kalium reguliert den Wasserhaushalt, sorgt für die Weiterleitung von Reizen und die anschließende Muskelbewegung. Außerdem spielt Kalium eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks. 

    Kalzium

    In Grünkohl alleine stecken 230 mg pro 100 g Kalzium. Das ist fast doppelt so viel, wie in der gleichen Menge Milch. Der Mineralstoff ist wichtig für starke Knochen und Zähne, für die Muskel- und Herztätigkeit und die Weiterleitung von Reizen an die Nerven.

     

     

    Frischen Grünkohl verarbeiten

    Grünkohl zupfen

    1. Die einzelnen Blätter vom Strunk entfernen und vorsichtig die Blätter von der mittleren Blattrippe abzupfen.
    2. Beschädigte oder verwelkte Blätter aussortieren.
    3. Die Grünkohlblätter gründlich unter laufendem Wasser waschen, da sich im Blatt viel Sand oder Schmutz verbergen kann.

    Welche Alternative zu frischem Grünkohl ist die Beste: Glas, Dose oder tiefgefroren? 

    Wenn es einmal schnell gehen muss, greift man natürlich als erstes zum Grünkohl aus dem Glas, der Dose oder zu tiefgefrorenem Grünkohl. Aber ist das eine echte Alternative zu frischem Grünkohl vom Wochenmarkt? 

    • Bei gefrorenem Grünkohl muss darauf geachtet werden, dass er schockgefroren wird, nur so bleiben die Nährstoffe erhalten
    • Kohl aus dem Glas oder Dose ist häufig etwas säuerlicher als frischer Kohl und enthält weniger Vitamin-C, als gefrorener 
    • Wenn ihr zu Grünkohl aus dem Glas greifen wollt, dann zu dem von Kühne oder Seidel, laut ndr-test schmecken die Sorten am Besten
    • Bei Grünkohl aus der Dose ist hingegen der Testsieger: Heinrich Lüders

    Wem die Vitamine wichtig sind, der greift lieber zu dem schockgefrorenen Grünkohl. Geschmacklich ist die Auswahl jedem selbst überlassen. Probiert es einfach aus.

     

    Bitterstoffe adé – Tipps zur schonenden Zubereitung

    Der Kohl muss schonend zubereitet werden, sonst gehen all die guten Inhaltsstoffe verloren. Einfach Gemüse in den Topf und Herd an, funktioniert nicht. 

    Das Blanchieren

    Der Grünkohl muss im Idealfall im Salzwasser blanchiert werden. Dabei bleiben die wichtigsten Vitamine enthalten. Als erstes die gezupften und gewaschenen Kohlblätter 2-4 min in köchelndem Salzwasser garen. Danach das Wasser abgießen, oder den Grünkohl mit einem Schaumlöffel aus dem Topf heben. Mit Eiswasser abschrecken und abtropfen lassen. So lösen sich die Bitterstoffe aus dem Kohl und die Vitamine bleiben erhalten. 

    Das Dämpfen

    Eine weitere schonende Zubereitungsart ist das Dämpfen. Wichtig ist dabei, dass das Gemüse nur im heißen Wasserdampf, ungefähr 25 Minuten, gart und nicht im Wasser selbst. Die Anschaffung eines Dampfgarers ist nicht notwendig. Ein gewöhnliches Sieb reicht vollkommen aus. Bei dieser Zubereitungsart bleiben ebenfalls die wichtigsten Vitamine und Nährstoffe erhalten.

     

    Grünkohl als Trendfood – so essen ihn die ,,Amis“

    Wir kennen den Grünkohl nur zur Winterzeit als matschigen, unattraktiven moosgrünen Haufen neben dem Braten. Aber in den USA wurde er schon länger als Superfood entdeckt. Die New York Times bezeichnete ihn als das „neue Trendfood“. Dabei hat er viel mehr Zubereitungsarten. In den USA schätzen sie, den sogenannten „kale“, als Saft oder Smoothie mit Gurke, Sellerie und Spinat. Eine weitere Alternative ist der ,,Kale-Salad“. Den Grünkohl könnt ihr ganz einfach roh in jedem Salat mit etwas Öl und Zitronensaft verarbeiten. 

    Außerdem werden von ernährungsbewussten Amerikanern die ,,Kale-Chips“ gerne als Ersatz zu Kartoffelchips, gegessen. Sie bestehen lediglich aus Grünkohl, Salz und Öl. Diese bei 150°C für 25 Minuten im Ofen backen und fertig ist der kleine Snack für zwischendurch. Für etwas mehr Pepp solltet ihr unbedingt Grünkohlchips mit Käse und Walnüssenversuchen, aber Achtung hier besteht Suchtgefahr! Probiert es aus und überzeugt euch selber vom Superfood Grünkohl.


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Grünkohl, Healthyfood, kale, Kalechips, Superfood

Schreibtisch

Feelgood-Management – Wohlfühlen macht erfolgreich

Design Legend Eli Parker Celebrates His 80th Birthday

  • Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit… Immer mehr Menschen leiden unter Stress. Berufsleben und Privatleben verschwimmen. Durch diese Doppelbelastung sinkt die Leistungsfähigkeit, der Leistungsdruck jedoch steigt. Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Zufriedenheit eines Mitarbeiters wesentlich zur Produktivität* beiträgt. Mit guten Parkmöglichkeiten und einmal im Monat Gratis-Pizza ist es aber noch lange nicht getan. Für einen nachhaltigen  Unternehmenserfolg benötigt es einen ernstgemeinten und Arbeitnehmer freundlichen Führungsstil. Die neue Wunderwaffe: Feelgood-Management.

    Viele Unternehmen haben schon festgestellt, dass zufriedene und ausgewogene Mitarbeiter entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens sind. Mit steigender Zufriedenheit beim Job wächst die Leistungsfähigkeit und dadurch die Produktivität. So ist es auch im Sinne des Arbeitgebers, gesunde und motivierte Arbeitnehmer einzustellen. Angefangen von einer fairen Arbeitszeitenregelung, sozialen Vergütungen, guter Verpflegung, bis hin zur Gesundheitsfürsorge übernehmen sogenannte Feelgood Manager diese Aufgabe in Unternehmen. Aber in wie weit ist „Feelgood-Management“ eine wirkliche Lösung für den zunehmenden Arbeitsstress und Druck der Mitarbeiter?

     

    Wer gern arbeitet, arbeitet besser

    Der Kern des Feelgood-Managements ist ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen und gerne arbeiten. Die Mittagspause ist beispielsweise eine der wenigen Möglichkeiten sich gut vom Arbeitsstress abzulenken. Denn ein frisches Mittagessen, oder eine gute Verpflegungsmöglichkeit, sind wichtige Faktoren um den ganzen Tag fit und leistungsstark zu bleiben. Aber nicht nur die „kleinen“ Dinge, wie ein Obstkorb, schaffen einen Mehrwert. Beim Feelgood-Management geht es vor allem darum, die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu erkennen,  darauf einzugehen und an die Führungsebene zu kommunizieren. Ein guter Betriebsrat erfüllt diese Tätigkeiten auch, aber im Gegensatz dazu, hat das Feelgood-Management nicht die arbeitsrechtlichen Anliegen im Blick, sondern optimiert das Arbeitsklima aus einem betriebswirtschaftlichen Ansatz. 

    Was macht ein Feelgood-Manager?

    Der Feelgood-Manager ist das Bindeglied zwischen Arbeitnehmer- und Geschäftsführer. Er hat eine unabhängige, neutrale Rolle im Unternehmen und dient als interne Stabstelle. Alternativ kann er aber auch in der HR-Abteilung angesiedelt werden, jedoch ohne arbeitsrechtliche Verantwortung. Er übernimmt viele Aufgaben im Unternehmen, seine Hauptaufgabe ist dabei die Mitarbeiterbindung und Steigerung des Wohlfühlfaktors. 

    • Organisator
      Es werden Firmenevents geplant, von großen Feiern bis zu kleinen Treffen. Außerdem organisiert er Ausflüge oder Team-Building-Maßnahmen für die Mitarbeiter, um für ein besseres Betriebsklima zu sorgen. Darunter fallen Coaching-Angebote, Workshops oder auch After-Work-Teamabende, um das Miteinanander zu stärken.
    • Gesundheitsmanagement
      Er sorgt für Fitnessangebote, wie Rückentrainings oder Yogakurse, bis hin zu Verpflegungsmöglichkeiten. Das kann gemeinsames Kochen, Befüllen eines Obstkorbes oder gesunde Mittagsangebote beinhalten, um die sich der Feelgood-Manager kümmert. Er bietet eine Zusammenarbeit mit Krankenkassen an, bezüglich Workshops zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement.
    • Unterstützung bei Alltagsthemen 
      Die Unterstützung umfasst die ganze Bandbreite der Mitarbeitbetreuung. Das kann von Wohnungsvermittlung, Behördengänge bis über die Integration von neuen Mitarbeitern aus dem In-und Ausland gehen, indem er Ratschläge gibt und Lösungswege aufzeigt. Nebenbei bringt er verschiedene Kulturen und Generationen einander näher. 
    • Ansprechpartner
      Sobald ein Mitarbeiter ein Anliegen hat, kann er persönlich/anonym seine Ideen, Wünsche, Kritikpunkte dem Feelgood-Manager mitteilen, sodass dieser als Vermittler zwischen Arbeitnehmer und Geschäftsführung fungiert. Er soll dadurch die interne Kommunikation verbessern.

     

    Ist Feelgood-Management mehr als nur ein Hype?

    Der Trend eines Feelgood-Managers im Unternehmen zu beschäftigen, ist von den USA zu uns herübergeschwappt. Große US-Unternehmen wie Google oder Facebook setzen schon längst auf eine gute Arbeitsatmosphäre. Allerdings hinkt Deutschland leider noch ein wenig hinterher.

    Ein Feelgood-Manager ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Da der demografische Wandel eine Fachkräfte-Suche für ein Unternehmen immer mehr erschwert, ist es durch einen Feelgood-Manager nur von Vorteil, wenn man Mitarbeiter stärker an das Unternehmen bindet. Dabei spielt der Wohlfühlfaktor eine zentrale Rolle, denn nur so kann echte Freude an der Arbeit entstehen. Dieser Berufszweig hat somit definitiv seine Daseins-Berichtigung, speziell in größeren Unternehmen, kann dieser unterstützend für die interne Kommunikation sein.
    Die einzelnen Funktionen die dieser Beruf mit sich trägt, können zum Teil, in Unternehmen mit einer geringen Beschäftigtenzahl, von der Personalabteilung übernommen werden. Es stellt sich also die Frage, ob sich ein Feelgood-Manager in kleineren Unternehmen langfristig rentiert. 

     

    *Quelle: http://blog.company-mood.de/studien-wie-mitarbeiterzufriedenheit-die-produktivitaet-steigert/http://www.apa.org/pubs/journals/releases/bul-1316803.pdf
    Bildquellen CC BY 2.0: Bildquelle Eric Bailey, William Iven, Free Photos


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