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Schlagwort: müllvermeidung

Müllvermeidung – so einfach geht’s!

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  • Allgemeine Daten zur Müllproduktion in Deutschland

    Es ist jedem bekannt – das Müllproblem. Nach wie vor wird viel zu viel Müll auf der Welt produziert. Selbst wenn das Nettoabfallaufkommen in Deutschland seit dem Jahr 2000 um ca. 17% gesunken ist, ist die Lage dennoch kritisch. Wenn man sich die Zahlen mal genauer ansieht, wird deutlich, dass zwar das gesamte Abfallaufkommen, aufgrund verminderter Bau- und Abbruchabfälle gesunken ist, jedoch die Haushaltsabfälle mit einem Wert von 557 kg Müll pro Einwohner (2017) deutlich gestiegen sind, im Vergleich zum Jahr 2000 mit 458 kg Müll pro EW. 

    voller Müllcontainer

    Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

    Dass Abfall, vor allem Plastik, dem Menschen und der Umwelt großen Schaden hinzufügt, ist wohl den meisten bewusst. Aber wie sehr wird unser Planet damit wirklich belastet?

    Schildkröte mit Müllsack

    Das größte Problem für die Umwelt ist nunmal der Plastikmüll, denn allein im Meer
    bestehen 75% des Abfalls aus Plastik. Hinzu kommt, dass ca. 99% davon unter der Meeresoberfläche und somit nicht sichtbar sind. Man kann also noch von einer weitaus größeren Menge an Plastik ausgehen. Dieser Plastikmüll führt dazu, dass tausende Tiere sterben müssen, da sie diesen nicht von ihrer Nahrung unterscheiden können oder sich darin verfangen und nicht mehr befreien können.

    Giftflasche

     

    Das sind jedoch noch nicht alle Folgen des Plastikmülls. Im Weiteren stellen auch gefährliche Inhaltsstoffe, die bei den Zersetzungsprozessen entstehen, eine große Gefahr da. Ein Beispiel hierfür ist Bisphenol A, welches im Hormonsystem des Menschen und in sensiblen Entwicklungsphasen von Kindern Schäden anrichten kann. Weitere Beispiele sind Zusatzstoffe, wie Weichmacher, UV-Stabilisatoren oder Flammschutzmittel, welche freigesetzt werden können und somit in die Raumluft, Hausstaub oder sogar auf Lebensmittel übertragen werden können. Und sobald diese giftigen Stoffe einmal in die Nahrungskette gelangen, hat das negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Zusätzlich binden Plastikartikel oft krebserregende Bestandteile der Umgebung an sich.

    Alte Autoreifen

     

    Ein weiteres großes Problem von Kunststoff, ist das Mikroplastik. Mikroplastik sind anfangs große Plastikstücke, welche durch Wellenbewegung im Wasser zerkleinert und durch Sonnenlicht porös werden. Es kann auch anders entstehen, wie zum Beispiel hauptsächlich durch Abrieb von Autoreifen und Schuhsohlen oder die Verwehung der Beläge von Spiel- und Sportplätzen. Zu Mikroplastik zählen Teilchen, die kleiner als 5 Millimeter sind. Da bereits ca. ¾ des Plastiks in der Umwelt Mikroplastik ist, ist dieses bereits in der Nahrungskette angekommen. Es wurden sogar schon Kunststoffpartikel in Lebewesen nachgewiesen.

    Warnschild

     

    Deshalb müssen wir dringend dagegen vorgehen! Und da ist jeder einzelne Mensch auf dieser Welt angesprochen. Vielleicht denkt sich der ein oder andere, dass es keinen Unterschied machen würde, wenn man eine Plastiktüte weniger verwendet, aber genau da liegt das Problem. Wenn sich jeder denkt, dass man als einzelne Person nichts bewegen kann, dann würde das Müll-Problem niemals besser werden. Deswegen haben wir hier ein paar einfache, aber extrem hilfreiche Tipps und Tricks, damit auch DU einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt hast.

     

     

    Tipps und Tricks zur Müllvermeidung: 

    Rund ums Essen und Trinken:

    1. Keine Küchenrolle/Zewa mehr verwenden! In der Küche alles mit Küchenlappen oder Geschirrtüchern säubern, Essensreste/Gemüseabfälle direkt in den Kompost geben und nicht auf einem Papiertuch zwischenlagern.

    2. Anstatt herkömmliche Teeverpackungen aus Pappe mit einzelnen Teebeuteln, Tee direkt in einer wiederverwendbaren Dose kaufen. 

    3. Auch Kaffee, Mehl, Zucker, Haferflocken, Nüsse usw. entweder in großen Mengen (große Verpackungen) oder am besten direkt unverpackt kaufen. (Zum Beispiel in Unverpackt-Läden)

    4. Käse, Wurst usw. nicht in Plastikverpackungen kaufen, sondern frisch vom Metzger. (Zum Beispiel mit eigener Dose)

    5. Obst und Gemüse nicht in Plastikverpackungen kaufen!

    6. Milch, falls möglich in Glasflaschen abfüllen lassen

    7. Für die Lebensmittelaufbewahrung keine Frischhalte- oder Alufolie verwenden, sondern wiederverwendbare Dosen, oder Glasgefäße. Zudem gibt es auch die Alternative Bienenwachstuch, welches als Ersatz von Frischhaltefolie gilt.

    8. Wenn man vom Bäcker etwas kauft, danach die Papierüte nicht wegschmeißen, sondern aufheben. Man kann sie zur Aufbewahrung von Brot oder als Verpackung für eine Brotzeit to-go verwenden.

    9. Keine PET-Flaschen kaufen, sondern eine Glasflasche, die man immer wieder auffüllen kann. 😉

    10. To-go-Becher vermeiden. Eigenen Kaffeebecher/Thermosbecher verwenden, falls man sich unterwegs Kaffee oder Tee vom Bäcker holt.

    11. Zum Einkaufen immer eine Stofftüte, oder eine andere wiederverwendbare Möglichkeit nutzen. (z.B. Rucksack)

    Obst und Gemüse Kaffee und Zucker Dose

    Im Badezimmer: 

    1. Shampoo, Spülung etc. durch Haarseifen ersetzen, oder einfach in ganz großen Verpackungen kaufen, damit das Verhältnis Plastik – Nutzgegenstand positiver ausfällt.

    2. Wattestäbchen, Wattepads und Abschminktücher aus dem Badezimmer verbannen. Zum Abschminken eine gute Seife und einen Waschlappen verwenden. Oder gegebenenfalls durch waschbare Wattepads ersetzen, sowie Silikonstäbchen o.Ä. ersetzen.

    3. Für die Mädels: Versuchen sich weitestgehend von herkömmlichen Hygieneartikeln bei der Periode zu trennen und stattdessen eine Menstruationstasse zu verwenden.

    Das sind alles kleine Beispiele, die eine große Wirkung erzielen können, wenn sie von vielen angewendet werden. Natürlich gibt es noch weitaus mehr Möglichkeiten durch die man Müll sparen kann und grundsätzlich ist im Unverpackt-Laden einzukaufen immer die bessere Entscheidung. Natürlich kann es sein, dass diese Produkte teurer sind, aber es wäre schon ein riesen Fortschritt, wenn einige der oben genannten Maßnahmen Stück für Stück umgesetzt werden können. 

    Jeder fängt mal klein an, aber durch langsames Integrieren in den Alltag, fällt es einem mit der Zeit immer leichter unnötigen Abfall zu vermeiden.


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